Freitag, 9. August 2013

Rückblick

Wie versprochen schreibe ich noch ein paar Zeilen über Timos allererste Reha überhaupt! Einen kleinen Überblick habt ihr ja schon aus den vorherigen Posts bekommen. 

Timo hatte im Durchschnitt 4-5 Therapien am Tag... Krankengymnastik, Ergo- und Musiktherapie, Logopädie nach Padovan und vieles mehr. Ich fand das Therapieangebot in Hohenstücken sehr umfangreich. Eigentlich wollte ich ja mal Petö mit Timo ausprobieren, aber dafür war bzw. ist er leider nicht ´geeignet´, da er es leider (noch) nicht versteht, z. B. auf Kommando den Arm zu heben usw. Dies ist aber für diese Therapieform erforderlich. Naja, später vielleicht!

Krankengymnastik im Wasser hat Timo besonders viel Spaß gemacht. Kein Wunder bei der Wasserratte! Das Schwimmbad konnten wir auch nach Therapieschluss frei nutzen. Das haben wir auch des öfteren gerne nach dem Abendessen gemacht. Timo hatte sichtlich Spaß!




Gleichzeitg diente das abendliche Schwimmen für Timo als Beruhigungs- und Schlafmittel! Ab der 2. Woche wurde Timo nämlich immer unruhiger und launischer, weinte viel und schlief nachts nicht mehr durch. Teilweise mussten wir auch die Therapien abbrechen, da er einfach dagegen ankämpfte. Ich vermute einfach, dass es ganz schön viel auf einmal für ihn war. Die neue Umgebung, die vielen Therapien, neue Menschen um ihn herum usw. Gleichzeitig muss er das Erlebte ja auch noch verarbeiten. Ich stand 2x kurz davor, die Reha abzubrechen, da Timos Unruhe und Unzufriedenheit auch meine Nerven strapazierte. Es ist einfach schwierig, Timo zu verstehen... Er kann sich ja leider nicht mit Worten äußern. Das macht die Sache nicht einfacher, herauszufinden, was er gerade denkt und fühlt.

Aber so langsam, jetzt sind wir eine Woche zu Hause, kehrt Timo zu seiner fröhlichen und ausgeglichen Seiten zurück!

Hippotherapie war auch ein Highlight. Timo hat so toll mitgemacht, obwohl es für ihn aufgrund der Muskelhypotonie und der damit instabilen Rumpfmuskulatur sehr anstrengend war. Aber selbst die Therapeuten haben gestaunt, wie toll er das gemacht hat. Ich bin so stolz auf meinen kleinen Jockey!

Wir haben jede Menge, für uns, neue Hilfsmittel ausprobieren können, wie z. B. das Galileogerät, eine Vibrationsplatte, die die Muskeln stimulieren und gleichzeitig den Muskelaufbau fördern soll. Timo ist noch nicht so stark in seinen kleinen Beinen, dass er sich auf die Platte stellen konnte, deshalb haben wir es im Sitzen probiert. 


Dann durften wir den NF-Walker mal testen, ob das überhaupt ein geeignetes Hilfsmittel für Timo wäre. Wenn alles gut läuft und die Krankenkasse mitspielt, können wir mit dem Walker in einer 6wöchigen Testphase zu Hause das Laufen trainieren.


Neben der ganzen harten Arbeit hatten wir aber auch Zeit für Spiel und Spaß! Entweder haben wir die Freizeit im Bällebad verbracht, an warmen Tagen auch gerne im Sandkasten und in der Nestschaukel! Spaß muss eben auch mal sein. Auch ein Therapiefahrrad konnten wir uns in der Klinik leihen und testen. Am Ende der Reha schaffte Timo es sogar alleine, die Pedale einmal komplett durchzutreten. Vorher habe ich ihn immer an der Schubstange geschoben. Selbst fahren konnte er noch nicht.



Neben der Hippotherapie gab es auch noch andere tiergestützte Therapien, wie der sogenannte ´Streichelzoo´, an dem Timo nicht wirklich Interesse zeigte und dann noch die Hundetherapie. Nach 2 Kontakten mit dem Hund, haben wir uns diese Therapie aber auch streichen lassen, da Timo sich mehr für den Vorhang an den Fenstern interessierte als für den Hund. Es sei denn, er bellte, dann strahlte er auch.


Schön war auch der Austausch mit anderen Eltern. Wir konnten viele liebe Mütter, Väter und Kinder kennenlernen, u. a. Lukas und seine Mama Mandy.... Liebe Grüße von hier aus an euch! 


Fazit der Reha: Ich würde sie mit Timo immer wieder machen. Ich habe selbst vor Ort schon einige Veränderungen an Timo feststellen können. Nicht nur die Stimmungsschwankungen, nein. Er ist insgesamt viel aufmerksamer geworden, reagiert schneller auf Worte oder Geräusche und schaut Sachen interessierter und länger hinterher. Er hält sich auch einige Sekunden länger im Stehen fest, kommt sogar schneller aus der Hocke in den Stand.

Es war sicherlich eine anstrengende Zeit und auch überhaupt nicht mit einer Mutter-Kind-Kur zu vergleichen. Viele denken nämlich, man kann sich auf der Reha erholen. Aber nein, so ist das nicht. Es ist gleichzeitig aber eine super Vorbereitung auf die bevorstehende Delphintherapie.

An dieser Stelle nochmal vielen Dank an die lieben Therapeuten, Ärzte, Stationshilfen usw. Viele liebe Grüße senden wir an die Mamas und Papas, die wir kennenlernen durften und würden uns freuen, von dem ein oder anderen zu hören oder zu lesen!

Alles Liebe,

Timo und Melanie
 

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